Ich bin wirklich eher zufällig über dieses Buch bzw diesen Teil des Buches gestolpert. Da ich momentan sehr viel zwischen Wien und Graz pendle hat mir mein Freund einen Kindle geschenkt, damit ich nicht so viele Bücher hin und her schleppen muss, vorallem wenn ich mit dem Zug unterwegs bin und mir eben auch pdfs mit Unikram draufspielen kann. Anfangs bin ich solchen elektronischen Verdränggeräten gegenüber ja meist etwas skeptisch...gerade wenn es um Bücher geht. Bin leider so ein Buchfetischist. Ich mags mit den Fingern über die Seiten zu streichen und wenn das Papier leise raschelt wenn man es umblättert. Bücher haben auch einen eigenen Geruch. Gut, alte Bücher können auch grausig nach toter Oma riechen aber Bücher haben mich schon als Kind total fasziniert und ich war meiner Mutter unendlich böse, als sie mich nicht mit 5 400Seiten-Wälzern in den 10 tägigen Urlaub fahren lies. Zitat: "Du fährst nach Frankreich und nicht nach Avalon" also Schluss damit. Aus heutiger Sicht versteh ich zumindest zum Teil was sie damals gemeint haben könnte. Dennoch ziehe ich noch heute eine Wörterwelt vor, gerade wenn ich im immer völlig falsch temperierten Zug sitze und meine Sitznachbarn mehr Punsch transpirieren als ich je trinken könnte.
Und so darf ich nun auch getrost als eine jener Heretikerinnen beschimpft werden, die den wahren Büchern untreu geworden sind, doch ich muss sagen dieses Fremdgehen hat in gewissen Situation wirklich Vorzüge und wer meine Bücherregale kennt braucht bezüglich eines Mangels an echten Büchern bei mir auch keine Sorgen zu machen.
Und so darf ich nun auch getrost als eine jener Heretikerinnen beschimpft werden, die den wahren Büchern untreu geworden sind, doch ich muss sagen dieses Fremdgehen hat in gewissen Situation wirklich Vorzüge und wer meine Bücherregale kennt braucht bezüglich eines Mangels an echten Büchern bei mir auch keine Sorgen zu machen.
Das Schöne bei E-Books ist, dass man viele Klassiker gratis lesen kann und auch so massig Bücher zu jedem erdenklichen Thema findet, die man für lau oder ein paar wenige Euro bekommen kann. Ist halt die Frage wie viel Wert Literatur, dann wirklich noch hat. Auf der anderen Seite bringt es Leute vielleicht wieder dazu, sich mit Wörtern und dem Kreieren eigener Bilder aufgrund dieser Silben zu beschäftigen und nicht nur in die Röhre zu starren...wobei heute hat eh kaum mehr jemand einen Röhrenfernseher.
Wie dem auch sei...von einer Realitätsflucht kann bei meiner letzten Reiselektüre keine Rede sein, denn sie spielt in der Stadt in die ich zu ziehen gedenke. Gut ich hab das E-Book auch deswegen geholt..und weil ich einen leichten bis mittelschweren Aliterations-Fetisch hab. Mir ist von dem Jahr Germanistikstudium nicht viel geblieben aber Horrible Harry ist immer noch präsent.
http://www.amazon.de/dp/B00F4U9VO2
http://www.amazon.de/dp/B00F4U9VO2
"Wiener Weltuntergang" war als gratis download bei Amazon verfügbar also landete es schon vor einiger Zeit auf meinem Kindle und wurde während meiner letzten Zugfahrt nach und von Wien retour gelesen. Es war dann aber doch nicht das ganze Buch, sondern nur das erste Kapitel von knapp 27 Seiten. Ansich bilde ich mir meist ungern nach den ersten Seiten schon ein Bild aber hier hab ich gerade nicht mehr und mag dennoch ein bisschen über die Story philosophieren beziehungsweise gar nicht über die Story. Den Inhalt kann man ja auch schon bei der Inhaltsangabe auf Amazon grob nachlesen, also wäre das wieder aufwärmen hier nur mäßig spannend und würde nicht mal Gulasch-Niveau bekommen.
Ich war selbst noch nie in einem "echten" Wiener Kaffeehaus und dies steht aber schon seit einer gefühlten Ewigkeit auf meiner to-do-Liste. Mein Freund hat sich für mein erstes Mal auch schon ein Café überlegt welches eben dieses Café Ritter ist in welchem auch der Wiener Weltuntergang seinen Ursprung hat. Ich bekomm übrigens auch grad immer wieder Sprachkurse, damit mir die Immigration nach Wien leichter fällt und hab mir längere Sinfonien über Eitrige und Krokodile anhören dürfen. Doch auch während des Lesens wurde eine weitere kleine Sprach"Bildungs"lücke geschlossen und so darf ich nun stolz berichten, dass ich weiß was ein Fiaker ohne Pferd dafür im Kaffeehäferl ist. Hamma wieder was gelernt und einen neunen Punkt für die to-NomNom-Liste. Generell spiegelt die Sprache des Romans finde ich die österreichische Lebensweise recht anschaulich und mit einem schönen Augenzwinkern wieder. Gut dies erkennt vielleicht auch nur jemand, der mit dieser Lebensart vertraut ist, doch ich denke das ist kein Manko, sondern einfach vielleicht die Zielgruppe des Buches und dann genau für diese Personen um so erheiternder. Ab und an war der Wechsel zwischen der Sicht der Hauptperson und der des neutralen Erzähler etwas unklar, da der Übergang zwischen autorialer und personaler Erzählhaltung teilweise eher fließend ist.
Ich konnte mir Szenen wirklich sehr bildlich vorstellen, da ich sie in abgewandelter Form aus meinem eigenen Alltag kenne oder so erlebt habe. Ich rede jetzt aber nicht von dem Geschehen auf den Umbrella-Ebenen der Illuminati-Pyramide in Simmering wo laut Aysa jene Anlage steht, die vielleicht die Welt zu grunde richtet.
Ich konnte mir Szenen wirklich sehr bildlich vorstellen, da ich sie in abgewandelter Form aus meinem eigenen Alltag kenne oder so erlebt habe. Ich rede jetzt aber nicht von dem Geschehen auf den Umbrella-Ebenen der Illuminati-Pyramide in Simmering wo laut Aysa jene Anlage steht, die vielleicht die Welt zu grunde richtet.
Ich bin und mag keine Spoilerfee sein, schon gar nicht nach dem ersten Kapitel und da ich es euch ja auch ans Herz legen möchte. Deswegen hier einfach mein persönliches Highlight des Kapitels, schön kryptisch umschrieben, dass es der Neugier nicht gleich vollends ins Knie schießt.
Das Cover des E-Books lässt bereits erahnen, dass es in den darauffolgenden Seiten nicht um flauschige kleine Hoppelhäschen gehten wird, sondern vielleicht doch um die guten alten Zombies, die man immer wieder aus der Mottenkiste...oder Sarg...zaubern kann wenn gerade keine bösen Nazis als Gegenspieler bereit stehen. Die Ausgestaltung der Untoten ist oft relativ ähnlich -IQ eines Reality-Soap-Stars und körperliche Kondition quasi nicht existent - dennoch gibts natürlich auch inteligentere Varianten und das Zombiefilmgenre bietet da alles was das Herz begehrt...Hirn fällt ja oft weg (aus dem einen oder anderen Grund).
Wenn es sich nicht gerade um einen veganen Zombie handelt der "GRAINS" statt "BRAINS" schreit ist die Intetion der Untoten meist auch sehr schnell klar und so wird in guter alter Manier den Lebenden hinterher geschlurft, bis diese entweder zur Schrotflinte greifen oder eben nicht schnell genug waren und als Zombie-NomNom enden. In John Aysas Untergangsszenario kommt zur Komponente des "Fressens" als Haupttrieb ein weiterer Aspekt dazu, der mir noch nicht so häufig untergekommen ist und den ich deswegen besonders spannend fand, gerade wegen der "Triebhaftigkeit". Da sich besagte Szene allerdings in einem geschlossenen Forschungsszenario abspielt bekommt das Ganze noch einen sehr eigenen Beigeschmack im Hinblick auf die Machtstruktur und den Umgang mit dem Forschungsmaterial...ich weiß nicht in wieweit man hier wirklich von Personen reden kann...
Die Szene wird abwechselnd aus der Sicht der Forscher und der Dame erzählt, die als Frischfleisch herhalten muss, was die Szene zum Teil abbremst und steriler macht, sie aber genau dadurch umso verstörender wirken lässt. Auch die Erkenntnis "Du kannst so schnell laufen wie du kannst, das bringt dir allerdings herzlich wenig gegen einen Gegner, der zwar nur schlurft aber nie müde wird".
Ich werd jetzt gar nicht zu viel schreiben. Vielleicht hat ja wer Lust zum Lesen bekommen und hinterlässt mir dann hier nen Kommentar mit seiner/ihrer Sicht zu dem Kapitel bzw der Szene. Das restliche Buch ist leider nicht gratis, sondern nur kapitelweise kaufbar, was doch ein kleiner Wehrmutstropfen für mich ist. Dies hat nichts mit dem Fakt zu tun, das das Buch etwas kosten würde. Ich zahl gerne für Bücher und finds immer ganz schlimm wenn sie so verramscht werden und so dürfen auch gerne die Autoren ein paar Euro bekommen, dafür das sie mir schöne Lesestunden bescheren. Aber ich find einfach einzelne Kapitel kaufen etwas öd und zwar sinds immer nur sehr kleine Geldbeträge aber gerade wenns sich dann so "zsammleppert" fallen sie mir mehr auf als wenn ich gleich fürs ganze Buch einen Betrag X zahle. Vielleicht gibts bei Amazon ja irgendwann mal das gesamte Buch zu kaufen.

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